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NPPV: Netzwerk für bessere Patientenversorgung

Am 1. Oktober geht es los: Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung (NPPV) startet. Die Medizinischen Fachangestellten (MFA) können darin eine wichtige Rolle spielen.

Am Anfang steht die Akquise. Dabei werden zuerst interessierte Praxen besucht. Vier Netzwerkmanager der Firma IVP Networks GmbH (IVP), Partner der KV Nordrhein in diesem Projekt, besuchen zuerst die Praxen, die Interesse an der NPPV bekunden. Das sind bisher bereits rund 300 Ärzte und Psychotherapeuten, die sich unter anderem auf Veranstaltungen im August und September über das Projekt informiert haben. „Weitere interessierte Praxen sind herzlich willkommen, sich an dem Projekt zu beteiligen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Das wesentliche Ziel des Projektes ist „die routinierte, selbstverständliche Zusammenarbeit unserer Berufsgruppen zur besseren Versorgung von Patienten mit akutem, intensiven Versorgungsbedarf“, sagt Bergmann. „Wir benötigen mehr Ressourcen, eine gute Steuerung sowie Kooperation, um Patienten mit akuten Krisen häufiger sehen und die Chronifizierung von Erkrankungen verhindern zu können. Heute schon nutzen viele von uns informelle Netzwerke. Kooperation und Netzwerkbildung wollen wir mit dem Projekt durch Management-Leistungen unterstützen, um Ärzte und Therapeuten zu entlasten.“

Die KV Nordrhein hat insgesamt rund 4.000 Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten angeschrieben und auf das Projekt aufmerksam gemacht. In diese Praxen werden die Netzwerkmanager ebenfalls gehen und Fragen zum Projekt beantworten. Besteht Interesse, schließen die Praxen einen Netzwerkpartnervertrag mit IVP ab. Um an dem Projekt teilnehmen zu können, müssen die Praxen nur zwei Bedingungen erfüllen: Sie benötigen einen Internetzugang und ein Mobiltelefon. Beides brauchen sie, um sich für die Projektsoftware anzumelden.

Die Software ist das Herzstück des Projektes und hilft dabei, dass die Patientendokumentation unbürokratisch, benutzerfreundlich und schnell erfolgt. Netzwerkmanager erklären zu Beginn des Projektes dem ganzen Praxisteam, wie genau sie funktioniert. Denn neben den teilnehmenden Ärzten können auch die MFA einen Zugang erhalten.

Eine Installation ist nicht nötig. „Die Teilnehmer loggen sich über einen Browser, wie Mozilla Firefox oder den Internet Explorer, auf der Website ein und verifizieren sich nochmals mit einer SMS-Tan wie beim Online-Banking“, erklärt René Engelmann, Koordinator der Netzwerkmanager bei IVP. Dann erfolgen das Anlegen neuer Patienten und die Dokumentation voll elektronisch. „Lediglich die Teilnahmeerklärung des Patienten muss ausgedruckt und archiviert werden“, erklärt Engelmann.

Die Abrechnung ist einfach und erfolgt über fünf Sondern-Ziffern in der bestehenden Praxissoftware. Die Vergütung der einzelnen Leistungen liegt zwischen 25 und 180 Euro. Hausärzte erhalten über eine weitere Ziffer für die Überweisung von Patienten zu Bezugsärzten oder -therapeuten 15 Euro.

„Neben den Schulungen und Gesprächen in den Praxen, wird diese Netzwerkbildung die Hauptaufgabe der Netzwerkmanager sein“, erzählt Engelmann. „Wir wollen Ärzte und Psychotherapeuten, die in einer Region arbeiten, noch stärker zusammenbringen.“ Praxen, die beim NPPV-Projekt mitmachen wollen, können sich hier melden:

IVPNetworks GmbH
E-Mail: nppv@ivpnetworks.de
Telefon 040 / 60 77 222 77 (wochentags von 9 Uhr bis 17 Uhr)
Telefax 040 / 60 77 222 76