Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Ab April kann jeder Arzt Reha auf Muster 61 verordnen

Die Verordnung medizinischer Rehabilitation wird ab April 2016 deutlich einfacher. Es existiert dann nur noch ein Muster, auf dem nun alle Vertragsärzte eine medizinische Reha zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnen können – ohne Nachweis einer zusätzlichen Qualifikation.

Die Verordnung erfolgt auf Muster 61; es wurde überarbeitet und auf drei Seiten gestrafft. Muster 60 zur Vorabprüfung des Kostenträgers entfällt. Diese Prüfung ist nicht länger vorgeschrieben. Um eventuell abzuklären, ob die GKV dafür zuständig ist, nutzen Ärzte nun den neuen Teil A von Formular 61. Hierüber können sie auch eine Beratung des Patienten durch die Krankenkassen veranlassen.

Das alte Formular 61 darf ab April 2016 nicht mehr verwendet werden. Die neuen Papiervordrucke können Praxen Ende März über den Formularversand in Krefeld bestellen. Die Softwarehäuser werden das neue Formular 61 in die Praxisverwaltungssysteme integrieren und den Praxen mit dem Software-Update zum zweiten Quartal 2016 bereitstellen.

Das Formular kann damit ab April elektronisch ausgefüllt und bedruckt werden. Die Blankoformularbedruckung ist ebenfalls möglich. Auch will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine zertifizierte Online-Fortbildung zum Thema „Internationale Klassifika­tion von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit“ anbieten. Sie wird im Fortbildungsportal der KBV, das sich seit Mitte September 2015 im sicheren Netz der Ärzte und Psychotherapeuten befindet, abrufbar sein.