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Aktuelle Fragen an die Serviceteams und deren Antworten: Wie kodiere ich korrekt?

Welche Diagnosen trage ich in der Abrechnung ein?

Alle behandlungsrelevanten Diagnosen, also alle Diagnosen, die im abzurechnenden Quartal dazu geführt haben, dass Sie eine vertragsärztliche diagnostische oder therapeutische Leistung erbracht haben. Eine Erkrankung ist auch dann zu verschlüsseln, wenn sie Ihre Therapie für andere Erkrankungen beeinflusst.

Warum können manche Diagnosen nicht alleine stehen?

Das sind Kodes, die im ICD-10-Verzeichnis einen * oder ein ! haben, zum Beispiel H 36.0* oder F 00.9*. Stern-Kodes (*) verschlüsseln die Manifestation und nicht die Krankheit an sich. Man nennt sie auch Sekundärkodes. Sie sind, wie die Kodes mit einem Ausrufezeichen, die Zusatzinformationen verschlüsseln, nur in Verbindung mit einem Kreuz-Kode (+) für die Ätiologie, also einem Primärkode, möglich. Die Stern- und Ausrufezeichen-Kodes sind im systematischen ICD-10-Verzeichnis aufgelistet.

Warum sind „G“-Kodierungen so wichtig?

Nur gesicherte Diagnosen beeinflussen die Berechnung der Morbidität und fließen somit auch in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung ein. Für eine Kodierung einer Indikation mit „Zustand nach“ gilt das nicht.

Wann trage ich eine „G“-Diagnose ein?

Immer dann, wenn die Diagnose nach den gültigen medizinisch-wissenschaftlichen Grundsätzen gesichert werden kann, also für Diagnosen, wegen denen der Patient im entsprechenden Quartal behandelt wurde und für die Leistungen abgerechnet werden. Wenn die Schlüsselnummer bereits die Information „Zustand nach...“ oder „Folgen...“ bzw. „Folgezustände...“ einer früheren Erkrankung enthält, wird ebenfalls ein „G“ angefügt – auch bei den Schlüsselnummern, die Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen beschreiben (Kapitel XXI des ICD-10).

Was bedeutet es, wenn ich eine Diagnose mit „Z“ kodiere?

„Z“ bedeutet „Zustand nach der Diagnose“. Wird eine Diagnose mit „Z“ gekennzeichnet, heißt das also, dass die Diagnose nicht mehr besteht und auch keine krankheitsspezifische Diagnostik und/oder Therapie mehr erfolgt.

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