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Änderungen am Honorarverteilungsmaßstab für 2018

Zum 1. Quartal 2018 hat die Vertreterversammlung der KV Nordrhein Ende November Anpassungen am Honorarverteilungsmaßstab (HVM) vorgenommen. Die Änderungen ergeben sich aus gesetzlichen Vorgaben, Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereingung (KBV) zur Honorarverteilung, redaktionellen Änderungen und einem Beschlusses des HVM-Ausschusses zur humangenetischen Vergütung. Die wichtigsten Punkte in Kurzform:

  • Für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) wurde die Unterschriftenregelung in der Sammelerklärung erweitert. Bei einer kurzfristigen Verhinderung darf im Einzelfall nun auch ein stellvertretender ärztlicher Leiter unterzeichnen.
  • Wenn der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für einen Pla-nungsbereich eine Unterversorgung feststellt oder diese droht, wird die Fall-zahlsystematik beim Berechnen des Regelleistungsvolumens (RLV) angepasst. Hausärzte, die dort tätig sind, werden von der Fallzahlzuwachsbegrenzung ausgenommen. Für Fachärzte würde die aktuelle Fallzahl zur Berechnung des RLV gelten.
  • Aufgrund eines Beschlusses des Bewertungsausschusses werden die Leis-tungen der nichtärztlichen Praxisassistenten (GOP 03060 bis 03065 EBM) ab 2018 in die Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) überführt. Hierfür wurde ein eigenes Kontingent im hausärztlichen Versorgungsbereich gebildet. Dadurch werden der MGV auch bisher noch nicht abgerufene Gelder für nichtärztliche Praxisassistenten (Näpa) zugeführt (etwa 3,4 Millionen Euro pro Quartal).
  • Auf Grundlage des VV-Beschlusses vom 24. November kann die KV einen Strukturfonds für die Finanzierung von Fördermaßnahmen zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung bilden. Dafür werden 0,1 Prozent der MGV je Versorgungsbereich zur Verfügung gestellt. Die Landesverbände der Krankenkassen und der Ersatzkassen haben einen Betrag in gleicher Höhe zu entrichten.
  • Palliativmedizinische Leistungen der Abschnitte 3.2.5 und 4.2.5 EBM werden künftig als Einzelleistungen vergütet.
  • Einzelne humangenetische Leistungen, die noch mit dem Orientierungspunktwert vergütet werden, werden in das bestehende Kontingent „humangenetische Beratung“ überführt.