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Ultraschall-Vereinbarung angepasst

Ab 1. Oktober 2016 gibt es Neuerungen zum Beispiel beim Genehmigungsverfahren für Ultraschallleistungen. Auf diese haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband geeinigt. Für Ärzte, die bereits eine Genehmigung zur Ultraschalldiagnostik haben, ändert sich praktisch nichts.

Als Nachweis der fachlichen Qualifikation zählen künftig auch Ultraschallkurse in Modulform. Bislang konnten mehrtägige Ultraschallkurse nur anerkannt werden, wenn sie im Block absolviert wurden. Künftig werden auch Kurse anerkannt, die in einzelnen Tages-Modulen stattfinden, was eine bessere Integration von Kursteilnahmen in den Praxisalltag ermöglicht.

Das Bild zeigt eine Ärztin bei einer Ultraschalluntersuchung; Foto: auremar, Fotolia

Ärzte dürfen Ultraschall-Untersuchungen nur als Kassenleistung erbringen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Genaues regelt die Ultraschall-Vereinbarung.

Die bestehenden Kursangebote von Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern und freien Anbietern werden weiterhin anerkannt. Eine Umstellung auf Kurse in Modulform ist nicht vorgeschrieben. Zudem sind bei bereits nachgewiesener fachlicher Kompetenz beim Antrag für weitere Anwendungsbereiche derselben Ultraschallmethode weniger Nachweiszahlen erforderlich als bisher.

Die Ultraschall-Vereinbarung regelt neben fachlichen auch technische Anforderungen, die Ärzte nachweisen müssen, wenn sie Sonografien zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchführen möchten. Im Rahmen einer Genehmigung für das Erbringen von Ultraschallleistungen hat die KV die Tauglichkeit des Gerätes bildbasiert überprüft; künftig reicht die Hersteller- oder Gewährleistungserklärung.

Darüber hinaus erfolgt die gerätebezogene Konstanzprüfung künftig nicht mehr alle vier, sondern alle sechs Jahre. Neu ist auch, dass Ärzte anstelle von Ultraschallbildern künftig auch Wartungsprotokolle bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung vorlegen können.

Für die Stichprobenprüfung der Dokumentation steigt die Quote der zu prüfenden Ärzte ab dem 1. Januar 2017. Dann werden jährlich statt drei Prozent mindestens sechs Prozent der Ärzte mit einer Ultraschall-Genehmigung geprüft. Mit dem Zusatzanteil von drei Prozent werden schwerpunktmäßig neu genehmigte Ärzte geprüft.

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