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Medizinische Versorgung belgischer Versicherter

Belgische Versicherte aus den Ost-Kantonen können die fachärztliche Versorgung in Deutschland seit 1. Juli 2017 nur noch als Selbstzahler-Leistung in Anspruch nehmen. Grund: Die belgischen Krankenkassen hatten die Vereinbarungen der grenzüberschreitenden fachärztlichen Versorgung, IZOM- und eIZOM-Abkommen genannt, gekündigt.

In bestimmten Situationen kann die zuständige belgische Krankenkasse auch den Anspruchsausweis S2 zur medizinischen Versorgung in Deutschland ausstellen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein belgischer Facharzt den Versicherten zur Behandlung an einen deutschen Fachkollegen überweist. In diesen Fällen wendet sich der belgische Versicherte mit dem S2 Vordruck an eine aushelfende deutsche Krankenkasse, um den Vordruck gegen einen Abrechnungsschein für die ambulante Behandlung einzutauschen. Die deutsche Vertragsarztpraxis rechnet dann ihre Leistungen mit der aushelfenden deutschen Krankenkasse über den Abrechnungsschein mit der KV ab.

Information für Patienten

Rechnungen bis zu 200 Euro werden von den belgischen Krankenkassen pauschal zu 75 Prozent erstattet. Die übrigen 25 Prozent trägt der Patient selbst. Bei Rechnungen ab 200 Euro erstattet die Krankenkasse die Abrechnungspositionen analog der belgischen Vergütungsregelungen.

Welche Leistungen belgische Versicherte in Deutschland in Anspruch nehmen können und inwieweit ihre Krankenkassen die Kosten erstatten, sollten sie im Vorfeld mit ihren Kassen klären.

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