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Schwangerschaft: Abbrüche richtig abrechnen

Ärzte müssen Aborte laut Schwangerschaftskonfliktgesetz beim Bundesamt für Statistik melden. Doch das ist offensichtlich nicht immer der Fall, denn die amtliche Statistik und die Abrechnungsfälle in Nordrhein-Westfalen stimmen nicht überein. Deshalb bittet das Aufsichtsministerium des Landes NRW Ärzte darum, ihrer Auskunftspflicht nachzukommen. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden.

Vor dem Abbruch muss der Arzt per Ultraschalluntersuchung eine Schwangerschaft feststellen. Das besagt das Gesetz ebenfalls. Diese Leistung ist mit der jeweiligen Krankenkasse über die elektronische Versichertenkarte der Patientin abzurechnen.

Die Ultraschalluntersuchung gehört nicht zu den Leistungen, die mit dem Land NRW abgerechnet werden können. Die eingelesenen Personalien der Frau dürfen keinesfalls für andere Zwecke – etwa serienmäßige Informationsschreiben – genutzt werden, damit die Anonymität der Frau gewährleistet wird.