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Psychotherapeutische Versorgung wird erweitert

Die neue Psychotherapie-Richtlinie soll zum 1. April 2017 in Kraft treten. Zur Strukturreform der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung gehört unter anderem eine psychotherapeutische Sprechstunde zu Beginn einer Behandlung. Benötigen Patienten im Anschluss an eine Sprechstunde zeitnah eine psychotherapeutische Intervention, ist in Zukunft auch eine Akutbehandlung möglich.

Psychotherapeuten können wählen, ob sie Sprechstunden einführen und diese offen oder mit Terminvergabe organisieren. Außerdem müssen psychotherapeutische Praxen zur Terminkoordination demnächst mindestens 150 Minuten pro Woche telefonisch erreichbar sein.

Bei der Kurz- und Langzeittherapie wurden sowohl die Sitzungskontingente als auch das Bewilligungsverfahren angepasst und die Gruppentherapie gestärkt. Ferner werden die Qualifikationsanforderungen an Gutachter vereinfacht und für die Gruppentherapie spezifiziert.

Es wird eine Bewerbung in allen Verfahren möglich sein – womit auch Gutachter nur im Bereich der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie tätig werden können. Über die Höhe der Vergütung der neuen Leistungen wird noch verhandelt werden. Die Richtlinie bedarf des Weiteren noch der Zustimmung durch das Bundesgesundheitsministerium.