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Neues Heilmittelvolumen vereinbart

Die Krankenkassen und die KV Nordrhein haben sich auf ein Ausgabenvolumen für Heilmittel verständigt: Im Jahr 2016 liegt es bei rund 593 Millionen Euro. Diese Summe steht also für die Verordnung von Physio-, Logo-, Ergo- und Podologie in Nordrhein zur Verfügung – etwa 7,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Auch die Richtgrößen sind neu festgelegt. Sie sind wie bei den Arzneimitteln abhängig vom Alter der Patienten. Die Richtgrößen gelten ab 1. Juli 2016, also im dritten und vierten Quartal. Für die ersten beiden Quartale galten die Richtgrößen aus dem Jahr 2015.

Die Tabelle zeigt die Richtgrößen für Heilmittel, die ab 1. Juli 2016 in Nordrhein gelten.
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Richtgrößen für das 3. und 4. Quartal 2016

Die Ausgaben für Heilmittel liegen in Nordrhein mit 85 Euro je Versichertem knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Bei der Logopädie allerdings ist Nordrhein Spitzenreiter: Je Versichertem liegen die Ausgaben bei 12,53 Euro pro Jahr, im Bundesdurchschnitt sind es 9,40 Euro. Pro Jahr liegen die Ausgaben für Logopädie im Rheinland nach Angaben des GKV-Spitzenverbands circa 25 Millionen Euro über dem Betrag, der bei Verordnung auf Durchschnittsniveau entstanden wären.

Praxisbesonderheiten bleiben

Die bundesweit und regional vereinbarten Praxisbesonderheiten bleiben auch in 2016 erhalten. Wie bisher finden Sie die bundesweit vereinbarten Praxisbesonderheiten in Anlage 1 der Richtgrößenvereinbarung Heilmittel. Die regionalen Praxisbesonderheiten sind in Anlage 3a der Richtgrößenvereinbarung abgebildet.

Die hier gelisteten Praxisbesonderheiten kennzeichnen Sie durch Angabe des jeweiligen therapierelevanten ICD-10-Code ergänzt durch den Zusatzcode Z98.8 (Zustand nach chirurgisch-orthopädischen Operationen) auf der Heilmittelverordnung. Beispiel anhand der operativen Korrektur eines Hallux valgus: Der therapierelevante Code M20.1 wird in das entsprechende ICD-10 Feld eingetragen, die zusätzliche Information über den operativen Eingriff (Z98.8) wird auf der Diagnosezeile vermerkt.

Weitere Praxisbesonderheiten betreffen Heilmittel für Erkrankungen mit langfristigem Behandlungsbedarf. Diese wurden ebenfalls bundesweit vereinbart und sind in Anlage 2 zur Richtgrößenvereinbarung aufgeführt. Stellen Sie diese Verordnungen für Erkrankungen mit langfristigem Behandlungsbedarf bitte direkt als Verordnung außerhalb des Regelfalls aus.

Achtung: Auch die Verordnungen müssen Sie regelmäßig wiederholen (entsprechend der Heilmittel-Richtlinie muss mindestens eine ärztliche Untersuchung innerhalb einer Zeitspanne von 12 Wochen nach der Verordnung gewährleisten sein); es gibt keine Langfristverordnungen, die über ein halbes oder ganzes Jahr reichen.

Cristina Deibert

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