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Am 30. September 2016 ist endgültig Schluss: Ende von D2D ist eingeläutet

Nach vielen Jahren erfolgreicher D2D-Kommunikation ist das Ende dieses Dienstes in greifbare Nähe gerückt. Am 30. September 2016 ist es letztmalig möglich, D2D zu nutzen. Der Nachfolger steht schon bereit. Er heißt „KV-Connect“ und ist bei vielen Softwarehäusern verfügbar.

Wer wie gewohnt direkt aus dem Praxisverwaltungssystem heraus elektronische Nachrichten wie die Quartalsabrechnung, eDMP-Dokumentationen oder eArztbriefe übermitteln möchte, sollte den Wechsel zu KV-Connect jetzt gemeinsam mit dem Softwarehaus ins Auge fassen. Ansonsten kann es am Ende eng werden.

Das Bild zeigt die Hände eines Arztes an einer Tastatur.

D2D-Nutzer sollten jetzt handeln, um zum Beispiel weiter eArztbriefe verschicken zu können.

Der Umstieg von D2D auf KV-Connect erfolgt nicht automatisch. Jede Praxis entscheidet selbst über den Wechsel auf den neuen Kommunikationsdienst.

So läuft der Umstieg

Was ist zu tun, falls eine Praxis den Umstieg auf KV-Connect angehen möchte? Dafür sind grundsätzlich drei Schritte zu gehen.

Schritt 1 | Entscheiden

Zunächst sollte sich die Praxis beim Softwarehaus nach allen Kosten erkundigen, also den Einmal- und den laufenden Kosten. So können Sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Einsatz von KV-Connect einschätzen. Wenn die Entscheidung für KV-Connect gefallen ist, sollte die Praxis mit dem Softwarehaus den Zeitpunkt der Umstellung planen. Der Zeitpunkt ist abhängig von der Zertifizierung der einzelnen KV- Connect-Anwendungen (zum Beispiel eDMP, eHKS) in der Praxissoftware.

Welche Softwarehersteller für welche Anwendungen das KV-Connect-Audit erfolgreich abgeschlossen haben, zeigt eine Übersicht im Internetangebot der KV-Telematik GmbH. Ab wann die Anwendung für Ihre Praxis verfügbar ist, erfragen Sie bitte direkt beim Hersteller.

Schritt 2 | Provider wählen

Im nächsten Schritt sollten Sie sicherstellen, dass ein KV-SafeNet-Anschluss in der Praxis rechtzeitig vorhanden ist. Die Auswahl eines zertifizierten KV-SafeNet-Providers trifft die Praxis am besten in enger Absprache mit dem Softwarehaus.

Schritt 3 | Registrieren

Parallel zur Auswahl des KV-SafeNet-Providers sollte sich die Praxis für KV-Connect bei der KV Nordrhein registrieren. Die Registrierung ist kostenlos und sollte möglichst früh nach der Entscheidung für KV-Connect erfolgen. Die KV Nordrhein übermittelt dann nach wenigen Tagen die KV-Connect-Zugangsdaten per Brief im Postident-Verfahren. Wenn die Zugangsdaten vorliegen, müssen Sie die nötigen Schritte für die Integration von KV-Connect in Ihre Praxissoftware mit Ihrem Softwarehaus absprechen.

Gibt es Alternativen zu KV-Connect?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Empfänger von KV-Connect-Nachrichten unterscheiden: Nachrichten an die KV Nordrhein können Sie weiter wie bisher über das KVNO-Portal nahezu kostenlos via eToken übermitteln. Dazu zählen die Quartalsabrechnung, eHKS, eKoloskopie und eDialyse. Allerdings müssen Signaturkartenbesitzer Abstriche machen: Das KVNO-Portal bietet keine Signaturmöglichkeit - und damit keine Möglichkeit, die Verwaltungskosten von 2,7 auf 2,5 Prozent zu reduzieren.

Drei Voraussetzungen zum Einsatz von KV-Connect

  • Ein KV-SafeNet-Anschluss ist in der Praxis verfügbar.
  • Die KV-Connect-Registrierung ist bei der KV Nordrhein erfolgt und KV-Connect-Zugangsdaten liegen der Praxis vor.
  • Gewünschte KV-Connect-Anwendungen sind vom Softwarehaus in die Praxissoftware integriert.

Die DMP-Datenstelle ermöglicht für die Übermittlung der elektronischen DMP-Dokumentation auch weiterhin Datenträger (CD/DVD). Darüber hinaus bietet die Datenstelle über ein eigenes Portal die separate Erfassung von DMP-Dokumentationen an. Last, but not least: Für elektronische Nachrichten an die Berufsgenossenschaften (DALE-UV) sowie für die Übermittlung elektronischer Arztbriefe gibt es keine Alternative zu KV-Connect.

Kontakt
IT-Hotline: 0211 5970 8500