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Neuer Test zur Früherkennung von Darmkrebs ab Oktober 2016

Ab Oktober gibt es ein neues Testverfahren zur Früherkennung von Darmkrebs. Die Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl erfolgt dann mit einem quantitativen immunologischen Test. Anspruch auf die Untersuchung haben wie bisher Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren. Ärzte geben den Stuhltest wie bisher an ihre Patienten aus.

Studien haben gezeigt, dass mit immunologischen Tests (iFOBT) nicht sichtbares Blut im Stuhl insbesondere mit einer höheren Sensitivität nachgewiesen werden kann. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat daher festgelegt, den bislang verwendeten Guajak-basierten Test abzulösen und die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie entsprechend zu ändern.

Neu ist, dass der Test künftig im Labor und nicht mehr in der Praxis ausgewertet wird und dass auch Hausärzte den immunologischen Test bei Untersuchungen wie dem Check-up 35 ausgeben können – sofern die Patienten das Anspruchsalter von 50 Jahren erreicht haben. Damit soll die Teilnahmequote insbesondere bei Männern erhöht werden. Die Durchführung des immunologischen Stuhltests dürfen Ärzte vornehmen, die eine Abrechnungsgenehmigung für Leistungen des EBM-Abschnitts 32.3 haben.

Weitere Neuerung: Ärzte, die nach einem positiven iFOBT eine Koloskopie durchführen, müssen das Ergebnis elektronisch dokumentieren. Hierfür wird die bisherige Dokumentation zur Früherkennungskoloskopie um ein Feld erweitert. Künftig kreuzen Ärzte an, ob es sich um eine „Koloskopie als primäre Screening-Untersuchung“ handelt oder um eine „Koloskopie nach positivem iFOBT“. Die Anpassung im Praxisverwaltungssystem werden die Software-Hersteller mit dem Update für das 1. Quartal 2017 vornehmen.