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Hygiene-Empfehlungen zum Einsatz von Gefäßkathetern überarbeitet

Das Robert Koch-Institut hat die Empfehlung „Prävention von Infektionen, die von Gefäßkathetern ausgehen“ kürzlich überarbeitet. Damit hat die Empfehlung jetzt sowohl bewährte als auch neue Vorgaben zu arbeitstäglichen Verfahrensschritten beim Umgang mit Gefäßkathetern in einer Arztpraxis. Wir haben die wesentlichen Aspekte zusammengestellt:

  • Verwenden Sie zur Hautdesinfektion am Patienten alkoholbasierte Mittel mit Wirkstoffen wie Chlorhexidin oder Octenidin, da diese die Langzeitwirkung verstärken.
  • Verzichten Sie aus Gründen des erhöhten Risikos für Patient (Kontamination, Blutgerinnsel) und Personal (Blutkontakt) ganz auf den Einsatz von Mandrins zum „Abstöpseln“ einer periphervenösen Verweilkanüle (PVK). Schließen Sie stattdessen unmittelbar nach Anlage und Fixierung einer PVK ein steriles, flexibles Verbindungsstück (auch: Extensionsset) an, das eine aseptische Spülung und Blockung zulässt und das mit einem sterilen Stopfen oder Konnektionsventil verschlossen werden kann. Mit diesem Vorgehen wird außerdem bei Bewegungen die Zugbelastung nicht direkt auf die Kanüle übertragen.
  • Verschlussstopfen sollen nicht wiederverwendet werden.
  • Desinfizieren Sie vor und nach allen Tätigkeiten an Hubs (verdickte, patientenferne Enden von Venenverweilkanülen, zentralen Gefäßkathetern und Verlängerungsleitungen) gründlich Ihre Hände.
  • Führen Sie vor Tätigkeiten an Hubs eine Sprühdesinfektion durch. Beachten Sie die Gewährleistung des Herstellers zur Stabilität der Hubs gegenüber einer alkoholischen Desinfektion.
  • Mehrfachentnahmen aus einem Einzeldosisbehältnis (Ampullen, Infusionsflaschen) sollen in einem ununterbrochenen Arbeitsgang nur für den gleichen Patienten erfolgen. Es ist nicht zulässig, diese Behältnisse für mehrere Patienten aufzuteilen.
  • Reste in Einzeldosisbehältnissen sollen entsorgt werden.
  • Zwischen Anrichten und intravenöser Verabreichung von Arzneimitteln und Infusionslösungen soll nicht mehr als eine Stunde Zeit vergehen. Bitte beachten Sie hierzu auch die Herstellerangaben.
  • Plastikbehältnisse oder Beutel sind Infusionsflaschen aus Glas vorzuziehen, da somit Infusionssysteme mit geschlossenen Luftfiltern verwendet werden können.

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