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Hygiene-Fachpersonal: Übergangsfristen wurden verlängert

Einrichtungen für ambulantes Operieren und Dialyse müssen sich in ihrem Hygienemanagement durch Hygiene-Fachpersonal unterstützen lassen. Diese Vorgabe ist Bestandteil des geänderten Infektionsschutzgesetzes aus dem Jahre 2011 und den daraus resultieren landesspezifischen Hygieneverordnungen.

Bereits vor Inkrafttreten letzterer im Jahr 2012 war absehbar, dass die geforderte personelle Ausstattung aufgrund eines Fachkräftemangels nicht zeitnah umgesetzt werden kann. Daher wurde mit einer Übergangregelung bis 31 Dezember 2016 ermöglicht, fachlich geeignetes Personal einzusetzen, das die geforderte Qualifikation noch nicht erworben hat.

Nun wurde diese Übergangsfrist zur Gewinnung und Qualifizierung von Hygienefachpersonal im Infektionsschutzgesetz bis zum 31. Dezember 2019 verlängert, da die Bedarfszahlen an ausgebildetem Fachpersonal noch lange nicht erreicht werden. Mit der neuen Frist erhöht sich für alle Einrichtungen die Chance, noch qualifizierte Fachkräfte zu finden und einzubinden.

Auch für den Erwerb der Qualifikation „Hygienebeauftragter Arzt“ ist durch die Fristverlängerung der Zeitdruck gefallen. Die von der Regelung betroffenen Praxen können über 2016 hinaus die Qualifikation durch eine Fortbildung erwerben. Die Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung hat den 40-Stunden-Kurs „Hygienebeauftragter Arzt“ in ihrem Fortbildungsangebot.

ALP