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EVA und Co: Ausbildungsfrist bis Ende 2016 verlängert

Die Übergangsregelung zur Vergütung der Leistungen nicht ärztlicher Praxisassistentinnen (NäPas) in Ausbildung wird um ein halbes Jahr verlängert. Statt am 30. Juni 2016 endet die Regelung am 31. Dezember 2016.

Seit Anfang 2015 können Hausärzte für NäPas eigens eingeführte Gebührenordnungspositionen (GOP) abrechnen. Voraussetzung sind allerdings bestimmte Qualifikationen, etwa eine Fortbildung zur Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA) oder Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH).

Die Leistungen werden auch bezahlt, wenn die NäPa die Fortbildung zur EVA oder Verah noch nicht abgeschlossen hat. Das galt bislang bis zum 30. Juni 2016. Bis dahin musste die Ausbildung abgeschlossen sein, sonst kann die Praxis die GOP für die NäPa nicht mehr abrechnen. Da viele EVAs jedoch noch in der Ausbildung sind, haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband die Frist bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Allein in Nordrhein befinden sich aktuell rund 340 NäPas in entsprechenden Kursen und zusätzlich zirca 70 haben sich für dieses Jahr neu angemeldet.

Zu den Leistungen, die für EVA und Co. abrechenbar sind, gehört ein Zuschlag von bis zu 1.320 Euro pro Praxis im Quartal (GOP 03060). Außerdem werden die Hausbesuche der Assistentin vergütet (GOP 03062 und 03063). Das Honorar erhalten die Praxen extrabudgetär. In Nordrhein haben die Praxen die Möglichkeiten bislang nicht ausgeschöpft. Im dritten Quartal 2015 haben gerade einmal 474 der Praxen Leistungen für EVA und Co. abgerechnet. Die KV Nordrhein hat im dritten Quartal für die Förderung der hausärztlichen Grundversorgung – hierzu zählen auch die ebenfalls extrabudgetär vergüteten Leistungen der weiterführenden sozialpädiatrisch orientierten Versorgung (GOP 04356) – rund 1,26 Millionen Euro ausgezahlt. Für diese Leistungen standen insgesamt allerdings 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Ab dem 1. Januar 2017 ist der Abschluss der Fortbildung die Voraussetzung für eine Abrechnungsgenehmigung. Es reicht dann nicht mehr aus, eine Ausbildung zum Beispiel zur EVA begonnen zu haben. Die KV Nordrhein erteilt die Genehmigung zur Abrechnung der NäPa-Leistungen dann nur noch, wenn die Fortbildung erfolgreich abgeschlossen wurde.

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