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AOK: Verordnung von enteraler Ernährung neu geregelt

Die AOK Rheinland / Hamburg hat die Verordnung und Abrechnung von enteraler Ernährung neu geregelt. Preislich ergibt sich hieraus ein einheitlicher Abschlag in Höhe von 17 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis (AEK) gemäß Lauer-Taxe auf alle zu Lasten der GKV verordnungsfähigen Produkte im Sinne des § 31 Abs. 5 SGB V.

Folgende Punkte werden neu sein für Ärzte, die Standard- und Spezialnahrung für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg verordnen:

  • Es dürfen nur noch Muster-16-Verordnungen ausgestellt und von Apotheken/Sanitätshäusern akzeptiert werden. Dies gilt auch bei Krankenhausentlassungen.
  • Dauerverordnungen dürfen nicht mehr ausgestellt werden.
  • Die Verordnung muss einen konkreten zeitlichen Bedarf umfassen und darf einen Quartalsbedarf nicht überschreiten.

Da Dauerverordnungen nicht mehr gültig sind, müssen für Versorgungszeiträume (Monatspauschalen) ab dem 1. April 2016 neue Rezepte ausgestellt werden.

Apotheken oder Sanitätshäuser müssen zukünftig bei der Abrechnung Pharmazentralnummern angeben. Somit kann nur noch abgerechnet werden, was auch abgegeben wurde. Die Abrechnung von Pauschalen ist nicht mehr möglich.

Die Produkte können weiterhin als „Wirkstoffverordnung“ oder mit Angabe des Produktnamens auf einem Kassenrezept (Muster 16) verordnet werden. Hierfür hat die AOK Rheinland / Hamburg eine Verordnungshilfe erstellt.