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Hämodialyse über Katheterzugang: Auffälligkeit konkretisiert

Nach Anpassung der Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse (QSD-RL) gelten Dialyse-Einrichtungen als rechnerisch auffällig, wenn der Anteil der Dialyse-Patienten mit Hämodialyse per Katheterzugang bei 30 Prozent liegt.

Bisher handelte es sich bei dem Auffälligkeitswert unter § 8 Absatz 3 Buchstabe c der Richtlinie um einen „erhöhten Anteil aller im Quartal behandelten Patientinnen und Patienten, die ausschließlich über einen Katheterzugang dialysiert wurden“. Eine konkrete Definition des „erhöhten Anteils“ stand bislang aus. Die Festlegung des Auffälligkeitswertes von 30 Prozent erfolgte auf Basis der Jahresberichte zur Qualität in der Dialyse für das Berichtsjahr 2014 und unter Einbeziehung von Experten.

Mit dieser Änderung hat die QS-Kommission Dialyse nun die Möglichkeit, die Qualität der Dialyseversorgung anhand eines weiteren Auffälligkeitsparameters zu beurteilen.

Die entsprechende Änderung QSD-RL ist mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 4. Februar 2016 in Kraft getreten.