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Pflegeheimversorgung: Muster-Kooperationsvertrag angepasst

Die KV Nordrhein hat ihren Muster-Kooperationsvertrag zur Versorgung von Bewohnern in Pflegeheimen angepasst. Der Grund dafür ist eine Änderung der Anlage 27 des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ä), auf die sich die KBV und der GKV-Spitzenverband geeinigt haben. Diese gilt rückwirkend zum 1. Juli 2016. Die Vorgaben des Gesetzgebers im Hospiz- und Palliativgesetz sind somit nun vollständig umgesetzt.

Die Anpassung bringt Vorteile für Vertragsärzte, da einige Regelungen wegfallen. Niedergelassene müssen künftig mit den Pflegeeinrichtungen lediglich die Versorgung in sprechstundenfreien Zeiten und der telefonischen Erreichbarkeit koordinieren, wobei gegebenenfalls der vertragsärztliche Bereitschaftsdienst einbezogen werden kann.

Das Bild zeigt eine Pflegeheimpatientin und eine Frau. Foto: iStockphoto.com | Silvia Jansen

Um Kooperationen mit Pflegeheimen zu erleichtern, stellt die KV Nordrhein einen Muster-Vertrag zur Verfügung.

Im Juli 2016 sind neue Leistungen im Kapitel 37 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes aufgenommen worden. Um diese abzurechnen, müssen Vertragsärzte und -psychotherapeuten einen Kooperationsvertrag mit einem Pflegeheim bei der KV Nordrhein vorlegen. Dieser muss den Anforderungen der Anlage 27 BMV-Ä entsprechen. Hat die KVNO den vorgelegten Vertrag überprüft, erhält der Arzt eine Bestätigung über die Abrechnungsmöglichkeit.

Die KV Nordrhein hat für diesen Zweck den Muster-Kooperationsvertrag entwickelt. An diesem können sich niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten orientieren. Bereits abgeschlossene Muster-Kooperationsverträge in alten Fassungen gelten unverändert fort und es steht den Niedergelassenen und Pflegeheimen frei, diese anzupassen.