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Umstellung auf verwechslungssichere Luer-Verbinder

In vielen Praxen kommt der Luer-Anschluss täglich zum Einsatz. Das Luer-System wird etwa bei Kanülen, Spritzen, Kathetern und Infusionsschläuchen eingesetzt. Ein universelles Verbindungssystem, das sich durchgesetzt hat. Allerdings: Der Einsatz identischer Luer-Verbinder für unterschiedliche Anwendungszwecke führte in der Vergangenheit leider auch zu Verwechslungen.

Die neue internationale Norm ISO 80369 verpflichtet den Hersteller, die Bauart einzelner Systeme so zu verändern, dass unterschiedliche Teile nicht mehr versehentlich miteinander verbunden werden können (beispielsweise eine enterale Spritze an einen zentralen Venenkatheter).

Änderungen für vier Anwendungsbereiche (Small Bore Connectors):

  • Verbinder für enterale Ernährung
  • Atemsysteme und Antriebsgase für respiratorische Systeme
  • Plethysmographische Blutdruckmessung
  • Neuroaxiale Anwendungen

Die Luer-Verbinder bleiben zwar bestehen, dürfen dann aber nur noch für intravaskuläre und transdermale Anwendungen weiterverwendet werden. Bereits im Jahr 2016 wurden die ersten geänderten Systeme eingeführt.

Einrichtungsübergreifender Informationsaustausch

Achten Sie bitte bei der Versorgung Ihrer Patienten künftig darauf, ob Luer-Anschlüsse oder Small Bore Connectors benötigt werden. Es ist davon auszugehen, dass eine entsprechende Übergangszeit benötigt wird.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) bietet eine E-Mail-Adresse an und bittet alle Anwender um Erfahrungsberichte. Diese können dann in eine Überarbeitung der Handlungsempfehlungen einfließen.

E-Mail an das APS

Weitere Infos

Die Empfehlung der Normenreihe ISO 80369  in der Lang- und Kurzversion „Hilfestellung zur Umstellung von Luer-Verbindern auf neue verwechslungssichere Verbinder“ und auch weiterführende Materialien finden Praxen auf der der Internetseite des APS.