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Versorgungsstärkungsverträge mit AOK, KKH, DAK und TK zum 1. Januar 2018

Versorgungsstärkung statt Hausärztestruktur- und Betreuungsstrukturverträge – zum 1. Januar hat die KV Nordrhein mit der AOK Rheinland/Hamburg, der KKH Kaufmännische Krankenkasse (KKH) und der DAK-Gesundheit neue Verträge geschlossen. Sie stärken die haus- und die fachärztliche Grundversorgung, wobei Leistungen für multimorbide Patienten im Fokus stehen. Extrabudgetär vergütet werden alle Leistungen, vor allem aber die Zuschläge zu den Besuchen, ganz neu ist ein Modul zur Prüfung der Medikation.

Einen vergleichbaren Vertrag – zur Verbesserung der patientenorientierten Versorgung – gibt es zum 1. Januar 2018 auch mit der Techniker Krankenkasse (TK). Zu weiteren Informationen bezgüglich dieses Vertrags gelangen Sie weiter unten. Bitte beachten Sie, dass es für die Verträge jeweils eigene Teilnahmeerklärungen gibt.

Die neuen Versorgungsstärkungsverträge basieren auf Paragraf 140a des Sozialgesetzbuchs V. Sie lösen den Hausärzte-Strukturvertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg sowie den Betreuungsstrukturvertrag mit der KKH zum 1. Januar 2018 ab. „Unser Ziel ist es, mit diesen Verträgen die Grundversorgung zu stärken“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. Anpassungen waren zudem wegen der gesetzlichen Vorgaben des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes nötig. Neu hinzugekommen ist der Vertrag mit der DAK-Gesundheit, sodass von den Verträgen in Nordrhein noch mehr Patienten als bisher profitieren können.

Die Verträge enthalten Vergütungspauschalen, die teilnehmende Ärzte und Psychotherapeuten quartalsweise für den zusätzlichen Betreuungsaufwand bei Behandlungen von multimorbiden Patienten bzw. Patienten mit langwierigen Erkrankungen abrechnen können. Hierbei sind die Besonderheiten der einzelnen Verträge zu beachten.

Neuerungen

Zu den Neuerungen bei den Versorgungstärkungsverträgen im Vergleich mit der Vergangenheit gehören vor allem

  • ein Teilnahmeverfahren für Ärzte/Psychotherapeuten und Versicherte,
  • eine sogenannten „Eingangsuntersuchung“ zur Feststellung der besonderen Betreuungsintensität (Einschlusskriterium) eines Versicherten,
  • ein Modul zur Überprüfung der Medikation sowie
  • weitere krankenkassenindividuelle Module zur Stärkung der Grundversorgung in besonderen Bereichen.

Darüber hinaus können nun sowohl Fachärzte als auch Psychotherapeuten am Versorgungsstärkungsvertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg teilnehmen. Ebenfalls wird ab 1. Januar 2018 der Mitbesuch eines weiteren Patienten in Form eines Zuschlags auf die Gebührenordnungsposition 01413 auch für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg gefördert.

Teilnahme und Patienteninfos

Für die Teilnahme an den neuen Verträgen ab 1. Januar 2018 müssen Patienten zuerst die Teilnahmeerklärung unterzeichnen. Diese senden die teilnehmenden Praxen bitte anschließend an die KV Nordrhein (Bezirksstelle). Die Teilnahme der Versicherten sollte in der Patientenakte separat gekennzeichnet werden.

Die Teilnahme an den bisherigen Betreuungsstrukturverträgen endet für Ärzte und Psychotherapeuten und Versicherte automatisch zum 31. Dezember 2017. Ab 1. Januar 2018 können keine Leistungen nach den alten Verträgen mehr abgerechnet und vergütet werden.

Für die Versorgungsstärkungsverträge gibt es ein Teilnahmeformular, das ab sofort ausschließlich beim Formularversand über den Bestellschein angefordert werden kann. Patienteninformation und -mappen können teilnehmende Praxen ebenfalls demnächst beim Formularversand oder über die Homepage anfordern. Alle übrigen Unterlagen, z. B. die Versicherteninformationen oder Dokumentationen zum Medikationsplan, stehen derzeit ausschließlich auf der Homepage zur Verfügung.

Teilnahmeerklärungen für Patienten ab 8. Januar 2018 verfügbar

Die Teilnahmeerklärungen für Versicherte der AOK R/H, KKH sowie DAK stehen ab Montag, dem 8. Januar 2018, beim Formularversand zur Verfügung und können ab sofort über den Bestellschein angefordert werden. Gleiches gilt auch für die Teilnahmeerklärungen für Versicherte der TK, die an dem neuen Vertrag mit der TK teilnehmen möchten. Bitten beachten Sie, dass die Einschreibung der Patienten nur über diese Formulare im Original möglich ist.

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