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Praxisassistenten für Fachärzte

Die Delegation von ärztlichen Leistungen wird auch bei den Fachärzten gefördert. Seit 1. Juli 2016 gibt es dazu im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ein eigenes Kapitel. Demnach erhalten auch Fachärzte Zuschläge auf Besuche, die qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten (NäPA) in Pflegeheimen durchführen.

Allerdings gibt es bislang vermutlich nur wenige Facharzt-NäPAs. Das liegt auch daran, dass die Voraussetzungen der Medizinischen Fachangestellten, die sich zur NäPA ausbilden lassen möchten, bei den Fachärzten nicht passten. Denn diese mussten bislang drei Jahre Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis nachweisen. Das sah die sogenannte Delegationsvereinbarung vor.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat an diesem Punkt eine Änderung erwirken können. Ab 1. Januar 2017 reichen drei Jahre Berufserfahrung in einer fachärztlichen Praxis. „Wir planen derzeit spezielle Kurse für NäPAs in der fachärztlichen Versorgung. Beginnen werden wir in 2017 mit Kursen für die Gebiete Neurologie und Psychiatrie“, sagt Dr. Caroline Kühnen, Stellvertretende Geschäftsführerin der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung.

Fachärzte können aber heute schon NäPAs wie eine Entlastende Versorgungsassistentin (EVA) einsetzen, um Leistungen aus dem Kapitel 38.3 abzurechnen. Kühnen: „Es ist nicht nötig, dass die Medizinische Fachangestellte eine spezifische Fortbildung zur ‚Facharzt-EVA‘ durchlaufen muss.“