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Kinder-Früherkennung: Neue Vergütungsregelung zum 1. Januar bringt mehr Geld

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben die Vergütung der zusätzlichen Leistungen im Rahmen der überarbeiteten und erweiterten Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geregelt. Damit sind diese zum 1. Januar 2017 Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Kindervorsorgeuntersuchungen

  • U2 bis U9 (EBM-Nrn. 01712 bis 01720) sowie die
  • U7a (EBM-Nr. 01723)

wurden einheitlich auf 401 Punkte erhöht.

Hiermit erhalten die Ärzte je Untersuchung ca. 42,- Euro. Mit dieser Erhöhung sollen die geänderten Untersuchungs- und Beratungsinhalte (z. B. primärpräventive Beratung zu verschiedenen Themenbereichen, ausführlichere Beobachtung der Eltern-Kind-Interaktion, neue Untersuchungsverfahren bei Augenuntersuchungen) honoriert werden.

Screening auf Mukoviszidose

Das Bild zeigt Mutter und Kind beim Kinderarzt; Foto: YakobchukOlena | Fotolia

Für die zusätzlichen Leistungen im Rahmen der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen gibt es jetzt eine Vergütungsregelung. Zu den neuen Inhalten zählt auch die Beratung der Eltern über entwicklungsbezogene Themen.

Zur Abbildung des neu in die Kinder-Richtlinie aufgenommenen Screenings auf Mukoviszidose wurde die bestehende EBM-Nr. 01707 (Erweitertes Neugeborenen-Screening) um zusätzliche Leistungsinhalte erweitert und die Bewertung auf 135 Punkte erhöht. Zusätzlich wird die neue EBM-Nr. 01709 (50 Punkte) für die eingehende Aufklärung der Eltern zu Sinn, Zweck und Ziel des Screenings auf Mukoviszidose aufgenommen. Sie ist für die Neugeborenen gedacht, bei denen das Screening auf Mukoviszidose noch nicht im Rahmen des erweiterten Neugeborenen-Screenings erfolgt und somit noch nicht im Untersuchungsheft für Kinder dokumentiert ist.

Zur Abbildung der dreistufigen Labor-Diagnostik des Mukoviszidose-Screenings werden die EBM-Nrn. 01725 bis 01727 eingeführt. Da es sich bei der dritten Stufe um eine genetische in-vitro-Diagnostik einer seltenen Erkrankung im Rahmen des Screenings handelt, wurde ein Abrechnungsausschluss neben der EBM-Nr. 11301 (Grundpauschale humangenetische in-vitro-Diagnostik) aufgenommen. Zusätzlich wird die bestehende EBM-Nr. 01708 gestrichen, da die bisherige Neugeborenen-Screening-Untersuchung der Zielkrankheiten zukünftig mit der EBM-Nr. 01724 als Bestandteil der Katalogleistung mit den EBM-Nrn. 01724 bis 01727 abgebildet wird.

Dokumentation – Gelbe Untersuchungshefte

Die Untersuchungsergebnisse werden im neuen gelben Untersuchungsheft dokumentiert, das auch bereits an anfordernde Praxen ausgegeben wurde. Bei Kindern, deren U6 bereits erfolgt ist, sollen die Dokumentationen der weiteren U-Untersuchungen  U7 bis einschl. U9 auf einklebbaren Einlegeblättern in der bisherigen Version des gelben Heftes erfolgen.

Die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen kann auf einer einlegbaren Teilnahmekarte nachgewiesen werden. Eltern müssen damit nicht mehr das gesamte Heft vorlegen, um zum Beispiel bei Kindertagesstätten zu belegen, dass sie das Früherkennungsangebot für ihr Kind nutzen.

Sofern Ihre Praxis noch nicht über die neuen Kinder-Untersuchungshefte bzw. Einlegeblätter für die Untersuchungen U7, U7a, U8 und U9 und Teilnahmekarten verfügt, bitten wir Sie, diese umgehend über unseren Formularversand in Krefeld zu bestellen.

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