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Neuregelung Krankengeld und Rückdatierung AU-Bescheinigung

Vertragsärzte dürfen den Beginn einer Arbeitsunfähigkeit (AU) in Ausnahmefällen bis zu drei Tage rückdatieren. Die geänderte AU-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist am 4. März in Kraft getreten. Damit ist möglich, eine Arbeitsunfähigkeit auch für den Zeitraum einer medizinischen Notfallversorgung zum Beispiel rückwirkend für ein Wochenende zu bescheinigen. Bisher war die Rückdatierung nur zwei Tage möglich.

Neuregelung Krankengeld

Laut GKV-Versorgungsstärkungsgesetz vom 23. Juli 2015 bleibt der Anspruch auf Krankengeld erhalten, wenn sich der Patient bei Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit spätestens an dem Werktag bei seinem Arzt vorstellt, der auf den letzten Tag der AU-Bescheinigung folgt und dann die Folgebescheinigung ausgestellt wird. Endet die AU an einem Freitag, muss der Patient den Arzt für eine Folgebescheinigung erst wieder am Montag aufsuchen, da Samstage nicht als Werktage gezählt werden.

Hiermit werden die Probleme gelöst, die sich in der Praxis bei der verspäteten Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (Folgebescheinigungen) in der Vergangenheit ergaben. Bisher mussten die Patienten die Fortdauer der AU spätestens am Tag des Ablaufs der bisher attestierten AU erneut ärztlich feststellen lassen. Durch die vom G-BA beschlossene Änderung der AU-Richtlinie gilt beim Krankengeld jetzt dieselbe Regelung wie in den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit.

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