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Studie von Bertelsmann und Barmer: Bürger wünschen großen Einfluss von Ärzten und ihren Verbänden auf die Gesundheitspolitik

29.01.2013 Pressemitteilungen

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Über Gesundheitspolitik reden viele – doch wer soll sie maßgeblich gestalten? Auf diese Frage gibt eine neue Studie  der Bertelsmann Stiftung und der Barmer GEK Auskunft. Im Gesundheitsmonitor 2012 wurden gesetzlich und privat Versicherte im Alter zwischen 18 und 79 Jahren in einer repräsentativen Stichprobe dazu befragt, wie groß der Einfluss verschiedener Gruppen auf die Gesundheitspolitik in Deutschland sein sollte.

Das Umfrageergebnis zeigt, wie groß das Vertrauen der Deutschen in die Ärzteschaft ist: 78 Prozent der Befragten wünschten sich einen sehr großen oder eher großen Einfluss von Ärzten und ihren Verbänden auf die Gesundheitspolitik.

„Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die Versicherten ihren Ärztinnen und Ärzten und deren Vertretern in der ärztlichen Selbstverwaltung großes Vertrauen entgegenbringen. Die Menschen wünschen, dass Ärztinnen und Ärzte unser Gesundheitswesen maßgeblich mitgestalten“, sagte Dr. med. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Die Grafik zeigt die Umfragewerte aus dem Gesundheitsmonitor 2012 zum Thema: "Wie groß soll der Einfluss verschiedener Gruppen auf die Gesundheitspolitik in Deutschland sein"
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Quelle: Nils C. Bandelow u. a. (2012): Wie möchten die Wähler verarztet werden? Gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse im Urteil der Bevölkerung.
In: Jan Böcken u. a. (Hg.): Gesundheitsmonitor 2012. Bürgerorientierung im Gesundheitswesen.
Gütersloh / Wuppertal, S. 14-27.

Einen höheren Prozentsatz erzielte bei der Umfrage lediglich die Gruppe der Patientenverbände, die für 84 Prozent der Befragten großen Einfluss auf die Gesundheitspolitik nehmen sollten. Nur 67 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass die Krankenkassen und ihre Verbände großen Einfluss nehmen sollten – ein Drittel der Befragten ist dagegen. Noch schlechter schnitten die Bundespolitik (Bundesregierung, Bundestag) und Universitäten/Stiftungen ab, die jeweils nur 60 Prozent an den Schaltstellen der Gesundheitspolitik sehen wollen.

„Der persönliche Kontakt zum Arzt oder Therapeuten schafft ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, das sich nicht nur auf den Gesundheitszustand bezieht. Das Arzt-Patienten-Verhältnis besteht aus weit mehr als Untersuchung, Diagnose und Therapie. Ärzte wissen am besten, was Patienten brauchen, um gesund zu bleiben oder zu werden – und das gilt auch bei der Gestaltung der ambulanten ärztlichen Versorgung“, so Potthoff.

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