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Anapen: Hersteller ruft Chargen zurück

25.06.2012 KVNO aktuell, Praxisinfos

Von dem Adrenalin-Autoinjektor Anapen und Anapen junior werden alle noch haltbaren Chargen zurückgerufen. Dies hat der Hersteller der Fertigpens in einem „Rote-Hand-Brief“ mitgeteilt. Bitte informieren Sie Ihre Patienten und verordnen ein alternatives Produkt. 2011 wurden 6.300 Anapen-Autoinjektoren in Nordrhein verordnet. Austauschprodukte können auf einem Kassenrezept verordnet werden.

Diese zeitweilige Häufung an Verordnungen führt zu sonst nicht anfallenden Kosten. Die KV Nordrhein empfiehlt, diese Verordnungen zu dokumentieren und die betroffenen Patienten entsprechend in den Patientenunterlagen zu kennzeichnen, da die Arzneimittelausgaben vom Arzt nicht zu verantworten sind. Dies sollte vorsorglich für den Fall geschehen, falls im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsprüfungen diese Kosten nicht bereits im Vorfeld erkannt oder korrigiert wurden. Eine Verordnung von Adrenalin-Autoinjektoren über den Sprechstundenbedarf ist nicht möglich.

Die aktive Ansprache des Patienten beispielsweise per Telefon kann nicht gesondert abgerechnet werden. Die Beratung des Patienten und Neuverordnung eines Autoinjektors löst einen Behandlungsfall und gegebenenfalls die Praxisgebühr aus.

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