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Kostenerstattung bei neuen GKV-Leistungen

26.03.2012 KVNO aktuell, Praxisinfos

Ende 2011 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, die neuropsychologische Therapie und die Einführung eines Screenings auf Gestationsdiabetes als neue Leistungen in den Leistungskatalog der GKV aufzunehmen. Da der Bewertungsausschuss noch keinen Beschluss zur Aufnahme dieser Leistungen in den EBM gefasst hat, möchten wir über die Vorgehensweise zur Leistungserbringung und Abrechnung informieren.

Durch den Beschluss des G-BA entsteht ein Anspruch des Versicherten auf diese Leistung. Er hat ein Recht darauf, dass diese Leistung erbracht wird. Solange noch keine Gebührenordnungsposition vorliegt, hat der Versicherte Anspruch auf Kostenerstattung durch seine Krankenkasse. Die Kasse muss die tatsächlich entstandenen Kosten erstatten. Eine Begrenzung auf die sonst von der Kasse im Rahmen der Gesamtvergütung zu leistenden Beträge ist nicht zulässig.

Als Vertragsarzt können Sie dem Versicherten eine Rechnung nach der GOÄ ausstellen, wenn diese Leistung gewünscht wird. Der Versicherte ist darüber zu informieren, dass eine Abrechnung als Sachleistung nicht möglich ist. Mit der Aufnahme der neuen Leistungen in den EBM werden die Leistungen wie üblichüber die KV Nordrhein abgerechnet.

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