Abrechnungsberatung
Neues Serviceangebot der KV Nordrhein: Helfer in Honorarfragen
22.03.2012 Honorar, KVNO aktuell, PraxisinfosFür Sie interessant ...
Das Angebot an Dienstleistungen der KV Nordrhein wird immer größer. Neu ist ein Service, der sowohl jungen als auch etablierten Ärzten und Psychotherapeuten hilft, bislang ungenutzte Möglichkeiten bei der Abrechnung kennenzulernen und dadurch eventuell sogar ihre Einnahmen zu erhöhen.
Guter Service macht schnell die Runde. „Bisher haben wir noch gar keine spezielle Werbung für unsere neue Abrechnungsberatung gemacht – aber offenbar hat sich das Angebot unter unseren Mitgliedern schon herumgesprochen“, sagt Marion Flucht. Die Leiterin der Hauptabteilung Honorarabrechnung in der Bezirksstelle Düsseldorf hat mit dazu beigetragen, dass Ärzte und Psychotherapeuten jetzt in allen Fragen zur Abrechnung individuelle Hilfe in Anspruch nehmen können – und ihr Wissen in Honorarfragen weitergegeben. Mit Erfolg. „Die Ärzte sind sehr angetan davon, in Honorarfragen feste Ansprechpartner zu haben“, sagt Susann Degenhardt, eine der beiden neuen Abrechnungsberaterinnen in der Bezirksstelle Düsseldorf.
Individuelle Hilfe
Ihre Kollegin Olga Lykova, wie Susann Degenhardt 34 Jahre alt, fügt eine wichtige Einschränkung hinzu: „Wir sind keine zusätzliche Hotline in sämtlichen Abrechnungsfragen, und auch keine EBM-Beratungsstelle.“ Bei der neuen Abrechnungsberatung geht es um individuelle Hilfe im Detail, die sich nicht am Telefon leisten lässt. In der Bezirksstelle Köln helfen Jasmin Krahe und Michael Sybertz den Ärzten weiter.
„Wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht“, sagt Susann Degenhardt. Inzwischen haben die Abrechnungsberaterinnen in Düsseldorf über 60 Gespräche mit Ärzten und Psychotherapeuten geführt, manche dauerten fast drei Stunden. Es geht um Praxisgründungen, Konstellationswechsel; auch eine Einführung in die Abrechnungssystematik ist im Angebot.
Die Ärzte und Psychotherapeuten wissen zu schätzen, dass sich die Beraterinnen viel Zeit nehmen und großen Aufwand treiben, um im Einzelfall effektiv helfen zu können. „Was uns meistens gelingt“, fügt Degenhardt hinzu. Klar ist: „Wir müssen uns intensiv auf jedes Gespräch vorbereiten und die Unterlagen studieren, um Potenziale fürs Abrechnen zusätzlicher Leistungen oder auch Einsparmöglichkeiten beim Praxisbetrieb ausfindig zu machen“, so Olga Lykova. „Je mehr wir wissen, desto besser können wir helfen“, betont Susann Degenhardt.
Meist kostenfrei
Das Beratungsangebot, das sich an Berufsanfänger und etablierte Ärzte richtet, wird kostenfrei bleiben, sofern Ärzte eine allgemeine Beratung zu vertragsärztlichen Honorarfragen in Anspruch nehmen. „Aufwändigere Simulationsberechnungen oder differenzierte Honoraranalysen können wir auf Dauer nicht kostenlos anbieten“, sagt Marion Flucht.
Lohnen wird sich die Beratung trotzdem: In vielen Fällen können die Beraterinnen und Berater neue Möglichkeiten bei der Abrechnung aufzeigen. Allerdings hat auch der beste Service Grenzen: „Wir müssen sehen, ob weitere Ansprechpartner in der K V hinzugezogen werden sollten.“ Wird etwa eine detaillierte Kostenanalyse für die Praxis gewünscht, wird der Ball an die Niederlassungsberater weitergespielt.
Dass das neue Angebot so gut ankommt, hat nicht nur mit dem Aufklärungsbedarf in Fragen der Honorarsystematik zu tun. Sondern auch mit dem Personal, das den anspruchsvollen Job erledigt. „Die Ärzte freuen sich über junge Gesichter“, hat Susann Degenhardt festgestellt. Die Beraterinnen stehen für eine KV, die sich als Dienstleister versteht und die Ärzte als Kunden betrachtet, auf die sehr individuell einzugehen ist.
„Wir hatten schon sehr emotionale Begegnungen – beispielsweise mit einem jungen Arzt, den Schulden plagen und dessen Honorarerwartungen enttäuscht wurden“, berichtet Lykova. Ihm wurden Möglichkeiten einer Kooperation aufgezeigt.
Sinnvolle Analyse
Deshalb schauen die Abrechnungsberaterinnen ganz genau hin – je nach Sach- und Wissensstand der Mitglieder. „Wir wissen, dass die Systematik kompliziert ist. Aber wir wissen auch, dass sie sinnvoll ist. Und ohne Alternative“, urteilt Lykova, die seit zweieinhalb Jahren bei der KV Nordrhein arbeitet und sich gleich zu Beginn mit den Regelleistungsvolumen auseinandersetzen musste. „Ich arbeite gerne analytisch“, sagt sie – eine Eigenschaft, die der Düsseldorferin bei ihrer Arbeit hilft.
Ihre Kollegin Susann Degenhardt studierte Medizinökonomie und arbeitet schon 18 Jahre lang im Gesundheitswesen, „die längste Zeit auf Seiten der Leistungserbringer“. Seit ihrem Start bei der KV im Sommer 2011 hat auch sie sich tief in die Materie eingearbeitet. Die Bonnerin findet es spannend, ein neues Serviceangebot mit aufzubauen – das an Bedeutung gewinnen wird.
Denn zum einen ist klar, dass die Abrechnung auch künftig nicht auf den berühmten Bierdeckel passt. Zum anderen wächst die Nachfrage nach individuellen Dienstleistungen – worauf die KV Nordrhein konsequent reagiert. „Wir denken darüber nach, unser Dienstleistungs-Portfolio weiter auszubauen – auch bei der Abrechnungsberatung“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Potthoff.
Abrechnungsberatung
Bezirksstelle Düsseldorf |
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| Olga Lykova Telefon 0211 5970 8704 Telefax 0211 5970 8613 |
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| Susann Degenhardt Telefon 0211 5970 8703 Telefax 0211 5970 8613 |
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Bezirksstelle Köln |
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| Jasmin Krahe Telefon 0221 7763 6480 Telefax 0221 7763 6400 |
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| Michael Sybertz Telefon 0221 7763 6480 Telefax 0221 7763 6400 |
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