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Neue Bereitschaftsdienstnummer 116 117 wird häufig gewählt

27.07.2012 Pressemitteilungen

Seit drei Monaten gibt es die neue bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116 117, die sich bereits bewährt und durchgesetzt hat. Rund 238.000 Anrufe unter dieser Nummer sind seit dem 16. April allein in Nordrhein gezählt worden. Patienten wählen die 116 117 außerhalb der Praxisöffnungszeiten bei akuten gesundheitlichen Beschwerden. Über die kostenfreie Nummer werden sie mit einer Leitstelle, einer Bereitschaftsdienstpraxis oder einem Arzt in der Nähe verbunden.

„Die neue Nummer wird gut angenommen, die Startphase ist gut verlaufen. Es ist sehr zu begrüßen, dass sich Anrufer nun unabhängig von ihrem Standort nur noch diese eine Nummer für den Bereitschaftsdienst merken müssen", sagt Dr. med. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Größere Anlaufschwierigkeiten gab es nicht – bis auf Engpässe an Samstagvormittagen, die allerdings nichts mit der neuen Rufnummer, sondern mit der zu dieser Zeit extrem hohen Zahl an Anrufen zu tun hatten. „Wir habend darauf schnell reagiert. Inzwischen stehen zu Stoßzeiten mehr Mitarbeiter für die Entgegennahme der Anrufe zur Verfügung“, sagt Potthoff. In Nordrhein kann weiterhin auch die bisherige, gebührenpflichtige Nummer für den Bereitschaftsdienst, die 0180 50 44 100, angewählt werden.

Die Grafik zeigt die neue Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: 116 117

Mehr Infos unter www.116117info.de

Bundesweit gingen bisher 640.000 Anrufe unter der 116 117 ein – damit wählt bereits jeder dritte Bundesbürger, der nachts oder am Wochenende ambulante ärztliche Hilfe benötigt, die bundesweite Nummer. Über 83 Prozent der Einwohner in Deutschland erreichen den ärztlichen Bereitschaftsdienst inzwischen über die 116 117. Noch bestehende Lücken in der Erreichbarkeit werden bald geschlossen: Das Saarland will noch in diesem Jahr mit der Einführung der Nummer beginnen, Baden-Württemberg im nächsten Jahr. Auch die Hessen können jetzt fast überall im Land die 116 117 nutzen. Brandenburg ist das erste Bundesland, das nur noch die 116 117 anbietet.  

Wichtig: Die Nummer 116 117 ist nicht für akute Notfälle gedacht. In lebensbedrohlichen Situationen nach schweren Unfällen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen muss weiterhin die Notrufnummer 112 gewählt werden.

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