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Beim Arzteinkommen ist das Rheinland weit vom Bundesdurchschnitt entfernt

21.07.2010 Honorar, Pressemitteilungen

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In Nordrhein sind die Umsätze der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte weit von den jüngst veröffentlichten Bundeszahlen entfernt. „Im Durchschnitt beträgt der Umsatz eines Arztes im Rheinland 188.600 Euro“, erläutert Bernd Brautmeier, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Vor der Honorarreform 2009 waren es 181.000 Euro. „Damit haben wir in Nordrhein gerade mal einen Zuwachs von 4,2 Prozent,“ so Brautmeier weiter.

Von diesem Umsatz müssen mindestens 50 Prozent Kosten für den Praxisbetrieb abgezogen werden. „Dann verbleiben dem Arzt im Rheinland im Durchschnitt noch 94.000 Euro als Bruttoeinkommen“, so Brautmeier. Davon müssen noch Steuern und Altersversorgung abgezogen werden.

Die Umsatzsteigerungen gingen in Nordrhein einher mit einer Steigerung der Behandlungsfälle im selben Zeitraum um 6,2 Prozent auf mehr als 60 Millionen Fälle im Jahr. „Die Honorarsteigerungen waren vor allem durch Mehrarbeit der Praxen erkauft“, so der KV-Vorstand.

Dass in Nordrhein deutlich weniger Honorar als im Bundesdurchschnitt ankommt, liege an Webfehlern der Honorarreform 2009. „Da wurden Ungerechtigkeiten produziert, die Nordrhein an das unterste Ende der Umsatz- und Einkommensskala gedrückt haben“, kommentiert Brautmeier.

„Die Honorarreform insgesamt war dringend notwendig, da die niedergelassenen Ärzte in der Vergangenheit bis zu 30 Prozent ihrer Leistungen unentgeltlich erbringen mussten“, so Brautmeier. In Nordrhein bestehe allerdings immer noch ein Nachholbedarf.