Shiitake-Pilze
Shiitake-Pilze können Hautreaktionen auslösen
26.08.2009 GesundheitstippsFür Sie interessant ...
Bei besonders empfindlichen Menschen kann der Genuss von Shiitake-Pilzen durch streifenförmige, peitschenhiebähnliche Rötungen der Haut getrübt werden. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Auslöser dieser seltenen, zum Teil schweren Hautreaktionen sei vermutlich ein natürlicher Inhaltsstoff dieser Pilzart.
Shiitake-Pilze werden nicht allein wegen ihrer Würz- und Geschmackseigenschaften geschätzt. Ihnen wird auch eine für die Gesundheit rundum positive Wirkung zugeschrieben, so das BfR. Doch für einige wenige Menschen habe der Verzehr dieser Pilze gesundheitlich unangenehme Folgen: Wenige Stunden nach der Mahlzeit trete die so genannte Shiitake- oder Flagellanten-Dermatitis auf. Dabei handele es sich vermutlich um eine Überempfindlichkeitsreaktion auf das im Shiitake-Pilz (Lentinus edodes) enthaltene Polysaccharid Lentinan.
Peitschenhiebähnliche Hautrötungen am Körper, den Armen und Beinen sowie im Nacken wurden in der Vergangenheit vor allem nach dem Genuss von nicht ausreichend gegarten Pilzen beobachtet. Deshalb wurde empfohlen, Shiitake-Pilze nur gut durchgekocht oder durchgebraten zu verzehren.
Rötungen auch nach gut durchgegarten Pilzen möglich
Neuere Berichte von Ärzten weisen laut BfR jedoch darauf hin, dass die Zubereitungsart keinen Einfluss auf die Gesundheitsstörung bei dafür empfänglichen Menschen hat. Auch bei Verbrauchern, die nachweislich gut durchgekochte oder -gebratene Pilzgerichte verzehrt hatten, habe sich eine Shiitake-Dermatitis entwickelt. Allerdings seien in Deutschland bisher nur wenige Fälle beobachtet worden.
Das BfR rät, nach dem Essen von Shiitake-Pilzen auf mögliche Unverträglichkeitsreaktionen zu achten und bei ersten Anzeichen auf den weiteren Genuss zu verzichten. Da möglicherweise UV-Licht die Reaktion verstärken kann, sollten die betroffenen Hautpartien auch nicht der Sonne ausgesetzt werden.
Bei Patienten mit einer Flagellanten-Dermatitis sollten die Ärzte danach fragen, ob die Hautreaktionen möglicherweise Folge eines Verzehrs von Shiitake-Pilzen sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bittet, ihm solche Fälle zur zentralen Erfassung zu melden.
Quelle: Pressemitteilung des BfR

