Aufgaben der KOSA
Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen und Ärzte
Wie wirken Selbsthilfegruppen?
Immer mehr Menschen suchen in schwierigen Lebenssituationen Kontakt zu gleichartig Betroffenen. Sie bilden Selbsthilfegruppen, um z. B. die Begleiterscheinungen von chronischen Erkrankungen und Behinderungen (psychischer Leidensdruck, Konflikte, notwendige Veränderungen) besser zu bewältigen.
Im gemeinsamen Erfahrungsaustausch lernen die Gruppenmitglieder, wie man im Alltag besser mit der Krankheit leben kann. Die Gruppe hebt die Isolation des einzelnen auf, vermittelt ihm neue soziale Bindungen, gibt ihm das Gefühl des Verstandenwerdens und stärkt sein Selbstvertrauen. Durch die regelmäßigen Treffen entsteht ein stützender Zusammenhalt, der wieder zu einer positiven Lebenseinstellung verhilft und Mut macht zu neuen gesundheitsfördernden Verhaltensweisen.
Die Arbeit der Gruppen kann die Krankheit nicht beseitigen. Sie führt jedoch wie durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt zu einer spürbaren Verringerung der krankheits- oder behinderungsbedingten Belastungen: Körperliche und seelische Beschwerden lassen sich mildern, Krankheitsfolgeschäden können vermieden und die Rehabilitationsquote erhöht werden. Es ergibt sich eine Steigerung der Lebensqualität für die Betroffenen.
Welche Aufgaben hat die Kooperationsberatung für Selbsthilfegruppen und Ärzte (KOSA)?
Ärzte, Psychotherapeuten (ärztliche Psychotherapeuten, psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) und Selbsthilfegruppen wollen fachlich beraten werden, wenn es darum geht, gegenseitige Kontakte zu knüpfen und Kooperationsbeziehungen aufzubauen. KOSA hilft als Vermittler vor Ort, die praktische Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Selbsthilfegruppen zu verbessern.
Die KOSA ist eine Beratungsstelle der Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein; sie
- informiert Ärzte und Psychotherapeuten über Selbsthilfe
- bietet Ärzten einen umfassenden Überblick über das Spektrum und die Aktivitäten von Selbsthilfegruppen in der Region
- zeigt patientenbezogenen psychosoziale Hilfsangebote auf
- berät Ärzte, Psychotherapeuten und Selbsthilfegruppen über Wege der Zusammenarbeit
- organisiert Informationsveranstaltungen für Ärzte, Psychotherapeuten und Selbsthilfegruppen
- bringt Selbsthilfethemen in ärztliche und psychotherapeutische Fortbildungsveranstaltungen ein
- unterstützt Selbsthilfegruppen bei der Suche nach ärztlichen und psychotherapeutischen Referenten und Ansprechpartnern
- regt die Berichterstattung in Fachmedien an und informiert auf Fachtagungen, Messen usw.
- arbeitet in regionalen Gremien des Gesundheitswesens mit
Auf Wunsch besuchen wir Ärzte und Psychotherapeuten gern in ihrer Praxis.
Welchen Nutzen haben Ärzte und Psychotherapeuten von der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen?
- Qualitätsverbesserung in der Arzt-Patienten-Beziehung
- Entlastung des Arztes in der psychosozialen Versorgung
- Erfahrungswerte bezüglich des Krankheitsverlaufs und der Alltagsbewältigung
-
Verbesserung der Compliance bei den Gruppenmitgliedern
(Compliance = Bereitschaft eines Patienten zur Mitarbeit bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen)
Welchen Nutzen haben Selbsthilfegruppen von der Zusammenarbeit mit Ärzten und Psychotherapeuten?
- Medizinische Informationen
- Praktische Unterstützung
- Anerkennung und Akzeptanz
- Neue Gruppenmitglieder
Ansprechpartnerin
KV Nordrhein
KOSA
Stephanie Theiß
Tersteegenstr. 9
40474 Düsseldorf
E-Mail
Kontaktformular
Tel.: (02 11) 59 70-80 90
Fax: (02 11) 59 70-80 82

